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ENERGY
NEWS aktualisiert am 10.04.10        
News
       

KfW-Nachweis nach EnEV 2009


Effizienzhaus 70 und 55 bei Neubauten


Effizienzhaus 100, 85, 70 und 55 bei sanierten Altbauten.

Die Bezeichnungen der Effizienzhäuser sind prozentuale Angaben der in der EnEV 2009 vorgeschriebenen Neubauwerte. So weist zum Beispiel ein Effizienzhaus 55 nur höchstens 55 Prozent des gesetzlich zugelassenen Maximalwertes. Für Neubauten und sanierte Altbauten, die nach älteren Energieeinsparverordnungen bilanziert wurden, gelten folgende Anforderungen an den jährlichen Primärenergiebedarf:

KfW-Nachweis nach EnEV 2007 oder älter


Effizienzhaus 55: maximal 40 kWh/m²a


Effizienzhaus 70: maximal 50 kWh/m²a


Effizienzhaus 85: maximal 60 kWh/m²a


Effizienzhaus 100: maximal 70 kWh/m²a.

Neue Förderprogramme der KfW

Im Programm "Energieeffizient Sanieren", das seit dem 01.04.2009 besteht, ist zwischen der Kredit- und Zuschussvariante zu wählen. Dafür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung:

• Sanierung zum "KfW-Effizienzhaus" oder
• Einzelmaßnahmen bzw. freie Einzelmaßnahmenkombinationen.

Die Fördermittel werden aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt.
Die geplante energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus ist von einem Sachverständigen (zertifizierten Gebäudeenergieberater) zu bestätigen. Für Baubegleitung, Austausch von Nachtstromspeicherheizungen und Heizungsoptimierung ist eine Sonderförderung in Form von Zuschüssen direkt bei der KfW zu beantragen. Weitere Informationen finden sich in den Merkblättern "Energieeffizient Sanieren" auf der Internetseite der KfW.

Sanierung zum KfW-Effizienzhaus:
Gefördert werden Sanierungsmaßnahmen zur Erreichung des energetischen Niveau eines KfW-Effizienzhauses und zum Ersterwerb von entsprechenden KfW-Effizienzhäusern nach
erfolgter energetischer Sanierung. Zum Nachweis des energetischen Niveaus sind Jahres-
Primärenergiebedarf Qp und Transmissionswärmeverlust HT´ hinsichtlich der wärmeübertragenden Umfassungsfläche des Gebäudes zu ermitteln.

KfW-Effizienzhäuser 70 dürfen einen Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) und spezifischen
Transmissionswärmeverlust (HT´) von höchstens 70 % der laut EnEV2007 zulässigen Höchstwerte eines gleichwertigen Neubaus (EnEV, Anlage 1, Tabelle 1) nicht überschreiten.

KfW-Effizienzhäuser 100 dürfen einen Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) und spezifischen
Transmissionswärmeverlust (HT´) der laut EnEV2007 zulässigen Höchstwerte eines gleichwertigen Neubaus (EnEV, Anlage 1, Tabelle 1) nicht überschreiten.

Einzelmaßnahmen bzw. freie Einzelmaßnahmenkombinationen
Gefördert werden nunmehr bauliche Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, die gewisse Mindestanforderungen erfüllen:

Sind Kombinationen von Zuschüssen/Förderprogrammen möglich ?

Erneuerbare Energien werden im Rahmen des BAFA-Programms "Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt" (Marktanreizprogramm) gefördert. Weitere Informationen unter www.bafa.de. Falls eine Heizungserneuerung als "Einzelmaßnahme bzw. Einzelmaßnahmenkombination" angestrebt wird ist eine gleichzeitige Inanspruchnahme eines KfW-Kredites und eines Zuschusses des BAFA nicht möglich.
Die Kombination mit der Investitionszuschussvariante des Programms Energieeffizient Sanieren ist ebenfalls nicht möglich, während die Kombination mit "Energieeffizient Sanieren - Sonderförderung" (Programm-Nr. 431) möglich ist.
Eine steuerliche Förderung für im vorliegenden Programm geförderte Maßnahmen gemäß § 35a Absatz 2 Satz 2 EStG (Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen) ist ausgeschlossen.

Eine Kreditinanspruchnahme aus Bund- oder Länderförderprogrammen zur Finanzierung einer bereits bezuschussten Maßnahme ist nicht möglich. Eine Zuschuss-Kombination mit Zuschüssen Dritter ist möglich, sofern die Zuschusssumme 10 % der förderfähigen Kosten nicht übersteigt (10 %-Regel). Bei Grenzüberschreitung wird der Zuschussbetrag (des KfW-Programms) entsprechend gekürzt.

Dena Gütesiegel

Die Vor-Ort-Begehung des Gebäudes sowie die Aufnahme der wesentlichen Gebäudedaten und Erläuterung des Energieausweises bei Übergabe gehören zu den Pflchten des Energieausweis-Ausstellers. Der Energieausweis mit dena-Gütesiegel, der lediglich für den beinhaltet ebenso eine dena-Dokumentation zum Energieausweis, in der übersichtliche Informationen des energetischen Zustandes einzelner Komponenten wie Wände, Dach, Fenster und Heizungsanlage mit den sinnvollen Verbesserungsvorschlägen durch Modernisierung aufgeführt sind. Weiteres zur Ausstellungsberechtigung und einem Muster zum Download unter "infos".

Weiteres zum EEWärmeG

Das bisherige „Marktanreizprogramm zur Förderung erneuerbarer Energien“ wird parallel dazu aufgestockt. Bis 2012 stehen jährlich bis zu 500 Mio. Euro Fördergelder bereit.

Das EEWärmeG im Neubau baut zudem auf Freiwilligkeit: Wer ein wenig mehr macht, als es Bundes- oder Landesgesetze vorgeben, kann die Förderung vollständig in Anspruch nehmen.

Eine Endverbraucher-Broschüre des Bundesumweltministeriums „Wärme aus erneuerbaren Energien - Was bringt das neue Wärmegesetz“ ist unter http://umweltministerium.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_waermegesetz_bf.pdf erhältlich.

Weiteres zu Rechte und Pflichten beim Energieausweis

Das Recht, in den Energieausweis einzusehen, bezieht sich nicht auf eine Aushändigung des Ausweises. Interessierte Käufer oder Mieter können lediglich danach fragen und um eine Kopie bitten.

Sind die Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) beim Energieausweis vorsätzlich nicht eingehalten oder wird der Ausweis fahrlässig falsch ausgestellt, ist dies bereits eine Ordnungswidrigkeit, die strafrechtlich verfolgt werden kann. Das gleiche gilt bei Ausweisen, die von zur Ausstellung nicht berechtigten Energieberatern erstellt wurden. Dabei wurden in der EnEV Bußgelder von bis zu 15.000 Euro festgesetzt.

Der Energieausweis dient ausschließlich zur Information für die Gebäudenutzer. Ergibt sich eine erhebliche Differenz des in der Rechnung ausgewiesenen Energieverbrauchs eines Gebäudes mit den Kennzahlen im Energieausweis, ist daraus kein Recht auf Minderung des Miet- oder Kaufpreises abzuleiten. Desweiteren stellen die "Modernisierungsempfehlungen" keine Verpflichtung zur Realisierung dar. Rechtliche Ansprüche zwischen Vermieter und Mieter enstehen durch den Energieausweis nicht.

Vor-Ort-Beratungen werden mit bis zu 70 % mehr bezuschusst

Desweiteren werden alle überwiegend zum Wohnen genutzte Gebäude mit einem Baujahr vor und einschließlich 1994, deren Gebäudehülle nicht auf Grund späterer Baugenehmigungen zu mehr als 50 % durch Anbau und Aufstockung verändert wurden, in die Förderung der Vor-Ort-Energieberatung mit einbezogen.

Wohnungseigentümer können sich nur hinsichtlich des gesamten Gebäudes innerhalb dieses Förderprogramms beraten lassen, wenn die Eigentümergemeinschaft zugestimmt hat.

Für die "Vor-Ort-Beratung" eines Ein- und Zweifamilienhauses wird ein Zuschuss von 300 Euro, während für ein Wohnhaus von 3 Wohneinheiten und mehr 360 Euro gewährt. Für die Erweiterung der Beratung durch Stromsparhinweise bzw. thermografische Untersuchungen wird desweiteren ein weiterer Bonus von 50 Euro bzw. 100 Euro, für ein von der VOB unabhängiges Thermografiegutachten wird eine Förderung von 150 Euro gezahlt.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hartmut Schauerte: "Bei der energetischen Gebäudesanierung gehen Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz auf ideale Weise zusammen. Eine wesentliche Hilfe dafür ist eine qualifizierte und unabhängige Energieberatung."

Das Förderprogramm läuft zunächst bis zum 31.12.2009. Bis zu diesem Datum können Förderanträge gestellt werden.

Herr Binder ist als Architekt und unabhängiger Energieberater von der BAFA berechtigt, Förderanträge zu stellen und die individuelle Vor-Ort-Beratung für Gebäude, mit den oben genannten Voraussetzungen durchzuführen.

KfW bezuschusst Baubegleitung

Wenn Hausbesitzer energetisch modernisieren wollen, fördert die KfW-Förderbank die Sanierungsbegleitung ab Ende Januar 2008 mit einem Zuschuss von bis zu 1.000 Euro. Voraussetzung dafür ist die gleichzeitige Förderung durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm in der Kredit- oder Zuschussvariante. Weitere Fragen beantwortet das Büro Arch-Energy unter der Telefonnummer 069/ 677 33 796.

EnEV 2007 ist in Kraft getreten

Seit dem 01.10.2007 ist die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten.

EnEV ist durch die Bundesregierung abgesegnet

Die EnEV hat alle Hürden genommen. Das Bundeskabinett hat am 27. Juni den vom Bundesrat beschlossenen Änderungen zugestimmt. Somit werden die Energieausweise für bestehende Wohngebäude bei Verkauf und Vermietung ab dem 1. Juli 2008 zur Pflicht. Während zu Beginn Wohngebäude vor 1965 betroffen sind, sind Energieausweise für jüngere Wohngebäude ab dem 1. Januar 2009 vorzulegen. Nichtwohngebäude und „öffentlich zugängliche Dienstleistungsgebäude“ haben als Starttermin den 1. Juli 2009.

Veröffentlicht wird die endgültige amtliche Fassung der EnEV in den nächsten Tagen im Bundesanzeiger...

Energieeffizienz im Gebäudebereich wird gestärkt- Energieausweise für Gebäude werden Pflicht

Die Bundesregierung beschloss am 25. April 2007 die gemeinsam von Bundesbauminister Tiefensee und Bundeswirtschaftsminister Glos vorgelegte neue Energieeinsparverordnung (EnEV). Desweiteren beraten sie über einen Bericht zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung. Zusammen mit der EnEV wird die Einführung von Energieausweisen für den Gebäudebestand geregelt, die ab Anfang 2008 schrittweise eingeführt werden sollen. Bei der Vermietung und dem Kauf von Bestandsgebäuden gewähren die Energieausweise somit einen klaren Überblick über die zu erwartenden Heiz- und Warmwasserkosten. Mit der EnEV wird somit die EU-Verordnung über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden in nationales Recht umgesetzt. Weiter ...

GRE-Energiepass (-ausweis) wird als Bundes-Energieausweis Pflicht

Der zum ersten Mal in Deutschland 1989 von der Gesellschaft für Rationelle Energieverwendung (GRE) eingeführte Energiepass wird für den Gebäudebestand bei Neuvermietung und Verkauf als "Energieausweis" zwingend vorgeschrieben. Das der Energieausweis ab 1.1.2008 als Bedarfsausweis (bei Gebäuden mit bis zu vier Wohneinheiten, die vor 1978 errichtet wurden) und als Verbrauchsausweis (mit Wahlfreiheit beider Systeme nur für Gebäude ab 1978) eingeführt wird, einigten sich nun drei Bundesminister und mehrere Staatssekretäre.

Die GRE begrüßt die Ausstattung der meisten Gebäude mit dem besseren, dem bedarfsorientierten, Energieausweis. Allerdings trägt zur Verwirrung der Endverbraucher bei, dass unterschiedliche Systeme eingeführt werden. Die GRE empfiehlt daher allen, ausschließlich den bedarfsorientierten Energieausweis zu verwenden, um somit bei Modernisierungen "objektspezifisch die höchste Effizienz der eingesetzten Mittel" zu erlangen.

Fakt ist, dass durch den verbrauchsorientierten Energieausweis Modernisierungsempfehlungen lediglich im Allgemeinen gegeben werden können und "umfangreiche Potentiale zur Energieeffizienzsteigerung im Gebäudebestand ungenutzt" bleiben.

Energieausweis für Sanierer bereits heute Pflicht

Nach der geltende EnEV (Energieeinsparverordnung) 2004 wird bei umfassenden Sanierungen bereits ein Energieausweis (früher: Energiepass) benötigt. Dieser dokumentiert den Energiebedarf des sanierten Gebäudes. Das betrifft u. a. Gebäudeeigentümer, die innerhalb eines Jahres den Heizkessel austauschen und mehr als 3 grössere Modernisierungsmaßnahmen durchführen (z. B. an Außenwand, Dach, Fenster).

Energieeffizienz im Gebäudebereich

"Für die Bundesregierung ist die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich eine der Schlüsselaufgaben. Angesichts stark gestiegener Energiepreise wird dies für Mieterhaushalte und Hausbesitzer immer wichtiger." sprach die Parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth auf dem Energie-Forum des GdW in Berlin.

Einerseits wolle Sie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, andererseits für Wachstum und Beschäftigung. Die Förderprogramme (u. a. das CO2-Gebäudesanierungsprogramm) wurden in den nächsten 4 Jahren erneut aufgestockt und betragen dreimal so viel wie bisher. Die Zinssätze der Förderprogramme im Gebäudebereich sind ab 01.02.2006 (mit etwas erhöhten Zinssätzen seit Ende April 2006) stark gesenkt worden.

Selbstnutzer sollen in Zukunft Lohnkosten bis zu 3.000 Euro auf Handwerkerrechnungen energetischer Maßnahmen (u. a. Heizkesselerneuerung) bis zu 20 % steuerlich absetzen können.

Energieausweise (Synonym für Energiepass) schaffen mehr Transparenz auf dem Immobilienmarkt. Der Verbraucher erlangt einen Hinweis auf die energetische Qualität der Immobilie. "Energieausweise müssen dazu beitragen, die unterschiedlichen energetischen Qualitäten der Gebäude erkennbar zu machen", sagte Roth.

Bundesregierung und KfW-Förderbank starten optimiertes CO2-Gebäudesanierungsprogramm und gemeinsame Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum"

Aus dem 25 Milliarden-Programm der Bundesregierung für Wachstum und Beschäftigung startet die KfW-Förderbank am 01. Februar 2006 Verbesserungen und Vergünstigungen im CO2-Gebäudesanierungsprogramm und in den Programmen "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen". Diese Programme sind Bestandteil der Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum".

Die geänderten KfW-Programme im Detail

Eine deutliche Senkung der Zinssätze wurde in den Programmen "CO2-Gebäudesanierung", "Wohnraum Modernisieren" und "Ökologisch Bauen" vorgenommen worden (s. Tabelle). Desweiteren ist ab 01.02.2006 durch die Einführung einheitlicher Förderhöchstbeträge von 50.000 EUR pro Wohnung bei energetischen Sanierungsmaßnahmen i. d. R. eine Vollfinanzierung aus Förderkrediten möglich (bisher galt im CO2-Gebäudesanierungsprogramm ein Förderhöchstbetrag von 250 EUR/ qm Wohnfläche).

KfW-CO2-Gebäudesanierungsprogramm

Im CO2-Gebäudesanierungsprogramm werden besonders energiesparende Maßnahmen gefördert, die zu einer Reduktion des CO2-Ausstoßes um mindestens 40 kg pro m² und Jahr beitragen.

Programm/ Variante

Auszahlung in %

Zinssatz Kunde nom. in % p.a. Zinssatz Kunde eff. in % p.a. bish. Zinssatz eff. in % p.a.
KfW-CO2-Gebäudesanie-rungsprogramm
100
1,00
1,00
1,81
Wohnraum Modernisieren
ÖKO-PLUS
100
2,00
2,02
3,37
STANDARD
96
2,75
3,32
3,79
Ökologisch Bauen
ESH 40/ Passivhaus
100
1,00
1,00
3,00
ESH 60/ Heizung
96
2,00
2,54
3,42

Wie steht die jetzige Bundesregierung zur energetischen Gebäudesanierung

"Darum wollen wir 1,5 Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitstellen. Wir wollen mit einer Doppelstrategie von Energie- und Rohstoffeffizienz auf der einen, den Ausbau der neuen Energien auf der anderen Seite gleichzeitig für mehr Jobs sorgen."

Demnach ist die energetische Gebäudesanierung auch für die neue Bundesregierung ein essentielles Thema. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird bestehen bleiben. Die novellierte EnEV (Energieeinsparverordnung) wird die gesetzliche Grundlage des Energiepasses schaffen. Die energetische Gebäudesanierung wird in Anbetracht der stets steigenden Energiepreise aus ökonomische Gründen für die Wohnungsbesitzer immer bedeutender.

Der Energiepass kommt

Die Europäische Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verpflichtet alle Mitgliedsstaaten zum 4. Januar 2006, einen Energiepass für Gebäude einzuführen.

Im Gebäudebestand bewegt sich der Energieverbrauch zur Zeit zwischen 15 und 340 Kilowattstunden je Quadratmeter (kWh/m²) pro Jahr. Bei einem hochwertigen Neubau liegt der Wert momentan bei rund 70 kWh je Quadratmeter, der auch für einen modernisierten Altbau durchaus erreichbar ist. Diese Zahlen zeigen auf, welches Potenzial die Energie- und Kosteneinsparung insbesondere in der Altbausanierung hat. Der Energiepass soll dabei Klarheit verschaffen.

Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass der Energiepass fristgerecht zum 4. Januar 2006 eingeführt wird.

 

Änderung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) beschlossen

Die Rechtsgrundlagen für die noch zu novellierende Energieeinsparverordnung (EnEV), deren Kernelement die Einführung von Energieausweisen für bestehende Gebäude ist, sind geschaffen. Diese Ausweise bieten Mietern und Käufern hilfreiche Informationen über die energetische Qualität von Gebäuden und erleichtern ihnen so den Vergleich verschiedener Gebäude. Somit wird ein deutlicher Anreiz zu verstärkter energetischer Sanierung des Gebäudebestandes erlangt. Das Gesetz ermöglicht desweiteren Regelungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Klimaanlagen und Beleuchtungssystemen in Bürogebäuden. Die Energieeinsparpotentiale sind enorm. Schon mit einer optimierten Einstellung der bestehenden Anlagen kann Energie in größerem Umfang eingespart werden. Bei Bürogebäuden stellt darüber hinaus ebenso die Beleuchtung einen bedeutenden Faktor im Energieverbrauch dar. Auch hier gibt es beträchtliche Einsparmöglichkeiten.

 

KfW-Studie: Dringender Handlungsbedarf nach Kyoto - Klimawandel erfordert weitere Reduktion von Treibhausgasemissionen

Die Industrieländer müssen sich zu einer substantiellen, absoluten Reduktion ihrer Treibhausgase verpflichten...zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der KfW Bankengruppe, die sich mit den Erfolgen des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von CO2-Emissionen sowie weiteren nötigen Schritten zur Abschwächung des Klimawandels befasst. Ungeachtet der Erfolge des Kyoto-Protokolls steigen die globalen Treibhausgasemissionen weiter stark an - allein zwischen 1990 und 2003 wuchs der weltweite jährliche Ausstoß von Kohlendioxid, dem mit Abstand wichtigsten Treibhausgas, um rund ein Fünftel. Diesen Trend zu brechen, ist die wichtigste Aufgabe eines zukünftigen Klimaregimes.

Die KfW-Studie kommt zum Schluss, dass sämtliche relevanten Treibhausgasemittenten hierbei an einem Strang ziehen müssen. Da rund 40 % der weltweiten CO2-Emissionen allein auf China, Indien und die USA entfallen, dürften Vereinbarungen ohne diese drei Länder weitgehend wirkungslos bleiben. Angesichts der bevorstehenden dramatischen Klimaveränderungen besteht allerdings dringender Handlungsbedarf. Die internationale Staatengemeinschaft kann sich keinen langjährigen Verhandlungsprozess mehr leisten. Nach Auffassung der KfW müsste ein "Post-Kyoto-Protokoll" zügig in Kraft treten und folgenden Kriterien Rechnung tragen:

Die Industrieländer verpflichten sich zu einer verbindlichen, absoluten Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen. Die Entwicklung moderner, effizienterer Technologien kann diese Ziele ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Auch nach 2012 müssen die Industrieländer auf die drei "flexiblen Mechanismen" des Kyoto-Protokolls zurückgreifen können, um ihre Emissionsverpflichtungen nachzukommen (1. Emissionshandel zwischen Industrienationen, 2. gemeinsam mit anderen Industriestaaten durchgeführte Klimaschutzprojekte sowie 3. Klimaschutzprojekte zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern).

Ob sich die internationale Staatengemeinschaft auf diese Eckpunkte einigen kann, wird sich in den bevorstehenden Regierungsverhandlungen erst zeigen müssen. Mit ersten Ergebnissen ist frühestens im Rahmen der Konferenz der Vertragsparteien vom 28.11. bis 9.12.2005 in Montreal zu rechnen.

Interessierte können die Studie unter www.kfw.de in der Rubrik Service/Online-Bibliothek/ Research/MakroScope abrufen.

aus dem Newsletter der dena 09/05

DENA-Gebäudeenergiepass

als wichtige Übergangslösung...

Ab sofort ermöglicht die Deutsche Energieagentur die bundesweite Ausstellung von Energiepässen - d.h. der EU-Gebäudepass kann bereits jetzt durch qualifizierte Aussteller als sog. dena-Gebäudeenergiepass ausgestellt werden. Um die Qualität der ausgestellten Energiepässe zu gewährleisten, müssen Aussteller von Energiepässen eine Mindestqualifikation nachweisen, welche die dena prüft. Zugelassen sind u.a. BAFA-Vor-Ort-Berater. Herr Dipl. Ing. FH Dierk Binder stellt als von der DENA zugelassener Aussteller Gebäudeenergiepässe aus. Aufgrund zusätzlicher Qualifikationen bzw. Referenzen u.a. als Gutachter der Stadt Frankfurt am Main fließen in den Energieberatungsbericht auch Erkenntnisse und Schlußfolgerungen hinsichtlich Baumängel und Bauschäden (insbesondere bauphysikalisch und konstruktiv bedingt) mit ein.

 

Ölpreis auf Rekordhoch

Erneut hat der Ölpreis eine Rekordmarke erreicht. Dieser beträgt im Juni 2005 mittlerweile über 60 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Experten gehen davon aus, dass dieser weiter steigen wird. Laut Statistischem Bundesamt verteuerte sich das Heizöl binnen Jahresfrist um nahezu 46 Prozent. Als Folge des gestiegenen Heizölpreises sind somit auch die Kosten für das Wohnen angestiegen. Mit weiteren Preissteigerungen von sogar 50 % sind zu rechnen. Dagegen gibt es nur ein einziges Mittel: SPAREN SIE HEIZENERGIE OHNE DABEI FRIEREN ZU MÜSSEN ! SCHAUEN SIE IN IHRE LETZTE ENERGIEABRECHNUNG, UND SEIEN SIE SICH KLAR ÜBER DIE AUF SIE ZUKOMMENDEN KOSTEN !

 

Markteinführungskampagne "Energiepass für Gebäude" 2005

Die Dena (Deutsche Energie Agentur) ist vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen beauftragt worden, 2005 eine Markteinführungskampagne zum Energiepass durchzuführen. Ziel ist es, so viel Energiepässe wie möglich auszustellen und alle Marktpartner auf die Einführung des gesetzlichen Energiepasses vorzubereiten. Herr Binder von Arch-Energy gehört zu den 24 registrierten Energieberatern, die aufbauend aus den Erfahrungen des Feldversuchs 2004 von der Dena zugelassen sind, Energiepässe auch 2005 auszustellen.

 

Energiepass bewährt sich

Nach der "EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" (2002/ 91/ EG) muss ab Anfang 2006 bei Verkauf oder Vermietung von Wohnungen ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden ausgestellt werden. Die nationale Umsetzung der Richtlinie erfolgt mit der im Januar 2006 anstehenden EnEV-Novellierung. Die Deutsche Energie Agentur GmbH (dena) entwickelte einen Prototypen für einen bundeseinheitlichen Gebäudeenergiepass, der zwischen November 2003 und Dezember 2004 getestet wurde. An diesem Feldversuch waren insgesamt 33 regionale Kooperationspartner beteiligt, darunter Wohnungsunternehmen, Kommunen, Verbraucherzentralen, EVU und Energieagenturen. Bei über 4.100 ausgestellten Pässen empfehlen 80 % der Selbstnutzer und der privaten Vermieter und 40 % der befragten Wohnungsgesellschaften den dena-Energiepass ganz oder überwiegend. Der Pass werde vom Endverbraucher verstanden und kann zu günstigen Kosten erstellt werden, so die dena. Er gebe Anstöße zu Modernisierungsmaßnahmen und Investitionen im Bestand. 70 % der Eigentümer wollten die im Pass empfohlenen Modernisierungen ganz oder teilweise umsetzen, bei 30 % habe er ganz direkt Modernisierungsmaßnahmen ausgelöst.

 

BUND für Energiepass

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert eine schnelle Einführung von Energiepässen für Wohnungen und Häuser. Falls diese bis Jahresende vorgeschrieben seien, könnte sich bereits im nächsten Winter Heizkosten einsparen lassen. Momentan werden pro 1 m² Wohnfläche im Schnitt 200 kWh Strom für Heizung und Warmwasser verbraucht. Der Bedarf könnte mit entsprechenden Dämm- und Sparmaßnahmen auf rund 30 kWh gesenkt werden, ohne die Wohnqualität zu beeinträchtigen, so der BUND. Die Einführung von Energiepässen sei ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Mieter, Haus- und Wohnungseigentümer wüssten zwar anhand der Rechnung, wie hoch und wie teuer ihr Energieverbrauch ist, aber nicht, wie diese Kosten entstanden sind und wie die gesenkt werden könnten. Bei Neuvermietungen oder Eigentümerwechsel könnte der Energiepass Abhilfe schaffen, weil er notwendige Informationen zum Energiebedarf der Immobilie und zur Qualität der Gebäudedämmung liefere, so der BUND. In der Altbausanierung liegen enorme Reserven, um die klimawirksamen Treibhausgase bis 2020 um die angestrebten 40 % im Vergleich zu 1990 zu reduzieren.

 

dena Feldversuch zur Einführung des Energiepasses im Baubestand ist abgeschlossen

Zehn Modellkommunen in ganz Deutschland waren an dem Feldversuch im Jahr 2004 zur Markteinführung und Erprobung des Energiepasses beteiligt. Ziel des Feldversuchs war es, Praxiserfahrungen hinsichtlich Marktakzeptanz und Bewertungsverfahren zu erhalten. Der Feldversuch wird nun vom Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung ausgewertet. Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Auswertung werden noch in diesem Monat vorliegen.

Ab 2005 werden dena-Energiepässe auf freiwilliger Basis erstellt. In Abstimmung mit den zuständigen Bundesministerien bleiben alle bis 2006 ausgestellten dena-Energiepässe (auch die im Feldversuch erstellten) 10 Jahre gültig.

Neben den Vorteilen, die der Energiepass für Verbraucher zweifelsohne darstellt, können Eigentümer und Vermieter, die in die energetische Sanierung ihres Gebäudes investiert haben, sich mit Hilfe des Energiepasses am Markt gegenüber Mitbewerbern profilieren und mit der Energieeffizienz ihres Gebäudes werben.

 

Bis 31.12.2004 ist der Energiepass noch kostenlos zu haben

Ab 4.1.2006 wird die Erstellung von Gebäudeenergiepässen bei Mieter-, Eigentümer- bzw. Nutzerwechsel im Zuge der nationalen Umsetzung der seit dem 4.1.2003 geltenden europäischen Gebäuderichtlinie zur Pflicht. Ab diesem Zeitpunkt ist mit einem riesigen jährlichen Potential an zu erstellenden Energiepässen bundesweit zu rechnen.

Die Argumente für die Ausstellung von Energiepässen sind:

Der Energiepass hilft wirtschaftliche Energiesparmaßnahmen aufzudecken.

Besitzer sanierter Gebäude können mit dem Energiepass als Gütesiegel ihre bisher unsichtbaren Investitionen in Wärmeschutz und bessere Anlagentechnik nun künftigen Mietern oder Käufern vermitteln.

Energieberatungen sind eine Voraussetzung für viele Energieförderungen.

Energiesparende Investitionen sind häufig (WDVS) auch wichtige Maßnahmen zur Erhaltung und dem Schutz von Gebäuden.

Im Rahmen des Feldversuchs der Deutschen Energie Agentur (DENA) ist bis zum Ende des Jahres (und das ist nicht mehr lange) der Energiepass in Verbindung einer ausführlichen Energieberatung kostenlos zu bekommen.

Informationen dazu finden Sie auch unter Infos u.a. zu den Fragen Was ist der Energiepass ? Wem und wie nützt der Energiepass ? Warum wird ein Energiepass eingeführt ?

 

Wandgeräte mit Gas-Brennwerttechnik mit hoher Nachfrage

Nach Informationen des Initiativkreises Erdgas & Umwelt fiel im letzten Jahr bei ca. 60 % aller Heizungskäufer die Entscheidung auf wandhängende Gasgeräte. Dabei wählten die meisten Verbraucher Wärmeerzeuger mit Gas-Brennwerttechnik.

Bei 715.000 verkauften Kesseln sind 36 % wandhängende Geräte gewesen. 73 % aller Käufer entschieden sich für Gasheizungen, für Ölkessel 27 %.

Vorteile der Wandhängenden Gasgeräte liegen in dem platzsparenden und kostengünstigen Installation, vorzugsweise im Dachgeschoss, da die Abgasführung mit vergleichsweise geringem Aufwand zu installieren ist. Ein separater Kamin ist bei dieser Variante nicht mehr notwendig. Ein weiterer Vorteil der Gasgeräte gegenüber Ölheizungen besteht in dem Wegfall des Tanks.

Quelle: Initiativkreis Erdgas & Umwelt (www.ieu.de), Telefon: 01802/ 34 34 52

 

Konditionssenkung im Wohneigentumsprogramm der KfW

aufgrund der aktuellen Entwicklung am Kapitalmarkt werden die Zinssätze in den meisten Förderkrediten der KfW-Bankengruppe für alle Neuzusagen ab dem 12.08.2004 gesenkt. Aktuelle Konditionen der KfW finden Sie hier

 

Deutlicher Anstieg der Erdgaspreise im Herbst zu erwarten


(3.7.2004) Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) rechnet für die zweite Jahreshälfte mit einem deutlichen Anstieg der Erdgaspreise. Grund dafür sei die nach wie vor bestehende Preisbindung von Erdgas an die Erdölpreise. Zwar registriert der VEA in seinem jüngsten Erdgaspreisvergleich einen Rückgang der Gaspreise um 5,1 Prozent. Aufgrund der jüngsten Kostenexplosion auf dem Mineralölmarkt werden die Gaspreise aber pünktlich zur Heizperiode im Oktober wieder auf das alte Niveau ansteigen. "Ohne einen funktionierenden Wettbewerb wird die Preisbindung an Öl nicht zu kappen sein. Von Wettbewerb auf dem deutschen Erdgasmarkt ist aber wenig zu merken. Die deutschen Erdgaspreise werden wohl auch in Zukunft zu den höchsten in der EU gehören", so Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA.
Die aktuelle VEA-Studie mit Preisstand April 2004 untersucht 39 Versorgungsgebiete im gesamten Bundesgebiet. Wie schon in den vorangegangenen Preisvergleichen ist die EWE Oldenburg der günstigste Anbieter. Auffällig sind nach wie vor die dramatischen Preisunterschiede von bis zu 30 Prozent zwischen den einzelnen Gaslieferanten. Laut VEA zeigen die Differenzen zum einen den fehlenden Wettbewerbsdruck und zum anderen die erheblichen Einsparpotenziale. Seinen mehreren tausend Mitgliedsunternehmen sowie allen übrigen Unternehmen empfiehlt der Verband, in individuellen Verhandlungen mit den jeweiligen Versorgungsunternehmen Verbesserungen zu realisieren.
Haupthindernis für die Liberalisierung des Gasmarkts ist laut VEA die unbefriedigende Regelung des Netzzugangs. Es fehle ein diskriminierungsfreier Netzzugang für Dritte. Diesen Missstand zu beseitigen sei Aufgabe der Politik. Mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes habe die Bundesregierung die Möglichkeit, einen starken Regulierer zu schaffen. Dann hätte auch der Wettbewerb eine Chance. " Nur mit transparenten, diskriminierungsfreien und wettbewerbsfördernden Durchleitungsbedingungen kann Wettbewerb auf dem Gasmarkt entstehen. Dann könnten auch die derzeitigen Standortnachteile deutscher Gaskunden beseitigt werden" , stellt Stuke fest. Zudem müsse das Unbundling, die Trennung von Netz und Vertrieb innerhalb eines Versorgungsunternehmens, auch für kleinere Unternehmen vorgeschrieben werden.

Quelle: http://www.bauzentrale.com

 

Energiepass

Gebäude-Nachweis im Gebäudebestand

Die Europäische Richtlinie zur Gesamtenergie-Effizienz von Gebäuden schreibt vor, dass ab 1. Januar 2006 bei jedem Nutzerwechsel eines Gebäudes ein Energiepass vorzulegen ist.

Neu 05.07.04: Qualitätskriterien für künftigen Energiepass
Ulrich Dobrindt, Projektleiter Initiative Energiepass NRW bei der Verbraucher-Zentrale NRW, erläutert die zukünftigen Energie-Nachweise im Gebäudebestand. Lesen Sie hier

 

Chance Energiepass

Interview zu dem aktueller Stand und Perspektiven der Umsetzung des Gebäude-Energiepasses in der Praxis

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Gerd Hauser antwortet auf die Fragen von Melita Tuschinski, Redaktion www.EnEV-online.de. Lesen Sie hier

 

Countdown für alle alten Heizungen !!!!!!!

Ab 01. November dürfen alle Heizungen die Grenzwerte der Abgasverluste laut Bundes-Immissions-Schutzverordnung (BImSchV) nicht mehr überschreiten. Bis dahin müssen viele ältere Heizungsanlagen ausgetauscht werden. Davon sind 650 - 800.000 Kessel in Deutschland betroffen. Heutige Heizkessel verbrauchen deutlich weniger Energie und verursachen somit auch erheblich weniger CO2- und Schadstoffemissionen.

Eine Sanierung der veralterten Heizung oder die Erneuerung des Heizkessels ist aber nur dann wirkungsvoll, wenn gleichzeitig effektive bauliche Maßnahmen durchgeführt werden, bei denen sich die Energie-Einsparpotentiale erst richtig rechnen. Denn was nützt die beste Heizung, wenn die soeben eingesparte Energie an anderer Stelle wieder verloren geht.

 

Energiepass fürs Eigenheim

Der Artikel der Frankfurter Rundschau "Ein Energiepass fürs Eigenheim" ist hier zu lesen.

 

Hessischer Energiepass

VON PETRA ZEICHNER

Das Europäische Parlament hat im Juni 2002 die Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden erlassen. Energie einzusparen ist ihr Ziel, Zielgruppe sind alle Hausbesitzer und solche, die es werden wollen. Jetzt müssen die Mitgliedsstaaten die Vorgaben auf nationaler oder regionaler Ebene umsetzen.

Die Richtlinie legt fest, worauf zu achten ist, um die Gesamtenergieeffizienz zu berechnen. Dazu gehört die Heizungsanlage ebenso wie die Warmwasserversorgung, die Klimaanlage oder eine solarthermische Anlage. Eine Berechnungsmethode muss ebenfalls von den Staaten erarbeitet werden. Artikel sieben verweist auf den "Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz": Beim Bau, Verkauf oder bei der Vermietung von Gebäuden sollen dem potenziellen Käufer oder Mieter vom Eigentümer ein solcher Ausweis vorgelegt werden.

In Deutschland ist auf Bundesebene das Ministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen dafür verantwortlich. Es hat die Deutsche Energieagentur (Dena) damit beauftragt, erste Daten für einen einheitlichen Energiepass zu sammeln. Die Ergebnisse sollen laut Pressesprecher Jürgen Frank bis Ende des Jahres vorliegen.

Unterdessen gibt es in den einzelnen Bundesländern verschiedene Initiativen, die selbst Prototypen entwerfen. So hat die Darmstädter Hessische Energiespar-Aktion im Institut für Wohnen und Umwelt für Hessen einen zweiseitigen Fragebogen entwickelt. Hier tragen die Hausbesitzer zum Beispiel ein, welches Dach ihr Haus hat, wie die Außenwände beschaffen sind und wie hoch der jährliche Energieverbrauch ist. Anschließend berechnen Fachberater, mit welchen Umbauten der Eigentümer Energie einsparen kann.

"Jedes Althaus kann schrittweise zum Zehn-Liter-Haus werden", wirbt die Energiespar-Aktion in ihrem Prospekt. Derzeit seien rund 20 Liter Heizöl oder 20 Kubikmeter Erdgas pro Jahr nötig, um einen Quadratmeter eines typischen Altbaus zu heizen. "Wir möchten mit dem Energiepass eine motivierende Entscheidungsgrundlage schaffen", sagt Werner Eicke-Hennig, Leiter der Energiespar-Aktion, die von dem Hessischen Wirtschaftsministerium ins Leben gerufen wurde. Durch den ausgestellten Ausweis erhielten die Hauseigentümer konkrete Handlungsanweisungen. Der Ausweis inklusive Beratung kostet 75 Euro.

Über 30 Institutionen und Verbände sind Mitglied in der Hessischen Energiespar-Aktion. Dazu gehören das Energiereferat der Stadt Frankfurt, der Verband Baugewerblicher Unternehmer und die Verbraucherzentrale Hessen. Manche der Mitglieder führen selbst Beratungen durch, wenn sie über die geeigneten Fachberater verfügen.

Das Bundesministerium für Wohnungswesen will bis 2006 alle Initiativen aus den Bundesländern koordinieren. Denn dann soll es einen einheitlichen Energiepass geben.

Quelle: Frankfurter Rundschau, Ausgabe 06.04.2004

 

Vertrauen in den Zukunftsmarkt erneuerbare Energien ungebrochen

Großer Andrang in der ausverkauften Böblinger Messehalle. Aussteller, Besucher und Veranstalter der "erneuerbare energien 2004" und "Passiv-Haus 2004" sehr zufrieden.
In der ausverkauften Messehalle tummelten sich am vergangenen Wochenende rund 7.600 Besucher, um sich über erneuerbare Energien und energie-effizientes Bauen zu informieren. 228 Aussteller gaben einen Überblick über Entwicklungen, Trends und Produkte. Zu den 9 Fachtagungen wurden über 700 Teilnehmer registriert. Die Kongressmesse "erneuerbare energien" fand in diesem Jahr zum 7. Mal statt.

Der Standort Böblingen hat sich wieder einmal bewährt. "Böblingen hat für uns die optimale Lage, um den gesamten Süddeutschen Raum sowie Österreich und die Schweiz zu erreichen" resumiert Joachim Keuerleber von der Enercon GmbH. "Deshalb sind wir seit 7 Jahren mit dabei und haben für 2005 bereits den besten Stand reserviert. Selbst mit 10 Leuten Standbesetzung waren wir voll ausgebucht" zieht er positive Bilanz.

60% der Aussteller haben bereits angekündigt, 2005 mit dem gleichen oder einem größeren Stand wieder in Böblingen vertreten zu sein.

Erste Umfragen ergaben, dass ein Großteil der Besucher mit ganz konkreten Kaufabsichten nach Böblingen kommt und aus dem Messebesuch tatsächlich eine Investition resultiert. Viele Bau- und Sanierungswillige fragten gezielt nach Energieberatung und den Vorträgen zur Altbausanierung.

Das Projekt "Böblingen wird Solarstadt" wurde auch in diesem Jahr auf der Messe präsentiert. Das erste Flachdach mit 15 Anlagen ist im Juni 2003 in Betrieb gegangen und hatte bereits nach 7 Monaten den prognostizierten Jahresertrag von 2.350 kWh erreicht. Für das nächste Dach sind bereits 7 der geplanten 9 Anlagen verkauft - 2 davon am Samstag auf der "erneuerbare energien 2004".

Messeveranstalter Johann-Georg Röhm, Geschäftsführer der erneuerbare energien GmbH, ist zufrieden: "Offensichtlich ist unser Messekonzept genau das, was der Markt benötigt" beurteilt er den Erfolg der Veranstaltung "Der Spagat ist geglückt zwischen regionalem, kaufkräftigen Publikum und internationalen Fachbesuchern aus Ländern wie Dubai, Kasachstan und Vietnam. (2.198 Zeichen mit Leerzeichen)

Quelle: energie-server.de vom 08.03.2004

 

Presseinfo Februar 2004
Der Energiepass für Gebäude
Neue GRE-Broschüre wurde auf der Internationalem Fachmesse für Bauen 'bautec' in Berlin vorgestellt - 17.-21. Februar 2004.

Näheres dazu unter http://www.gre-inform.de/presse/04_02_12.htm

Weitere Informationen zum Thema Energiepass und -beratung auch unter Infos